Weniger Energieverbrauch, mehr Designfreiheit:  Viewpointsystem vereinfacht Eye Tracking für Smart Glasses

Viewpointsystem bringt mit seinem Digital Iris® Modul erstmals eine Lösung auf den Markt, die leistungsstarkes bildbasiertes Eye Tracking direkt auf einem extrem energieeffizienten Mikrocontroller (MCU) im Brillengestell ermöglicht. Das senkt Stromverbrauch und Wärmeentwicklung, ermöglicht eine bis zu 15-mal längere Akkulaufzeit und und erleichtert die Integration von Eye Tracking in schlanke, leichte Smart Glasses.

Wien, 14. Oktober 2026 – Viewpointsystem eröffnet Smart-Glasses-Herstellern (OEMs) neue Möglichkeiten, leistungsfähiges Eye Tracking zu integrieren, ohne Kompromisse bei Akkulaufzeit, Wärmeentwicklung und Design. Bislang erschwerten der hohe Energiebedarf, die Wärmeentwicklung und der begrenzte Platz im Brillengestell den Einsatz von Eye Tracking in leichten Smart Glasses.

Hier setzt Viewpointsystem mit einer neuen Version seines Digital Iris Moduls an:: Die marktreife Lösung basiert auf einem besonders stromsparenden Ensemble-Mikrocontroller des Edge-AI-Spezialisten Alif Semiconductor und ermöglicht vollständiges bildbasiertes Eye Tracking mit 140 Hz direkt im Brillengestell.

Die MCU-basierte Architektur mit vollständigem Edge Processing vereinfacht die Integration erheblich: OEMs benötigen für das Eye Tracking keinen leistungsstarken Applikationsprozessor mehr, können das Modul aber weiterhin mit vorhandenen Prozessoren kombinieren. Dank seiner integrierten Neural Processing Unit (NPU) kann der Mikrocontroller auch zusätzliche KI-Funktionen übernehmen. Gleichzeitig sinken Energie- und Rechenbedarf. Sensible Aufnahmen der Augenkameras verbleiben auf dem Chip und nur die daraus berechneten Blickdaten ausgegeben werden.

„Eye Tracking sollte in allen Smart Glasses möglich sein, auch in besonders schlanken und leichten Modellen. Indem wir die gesamte Verarbeitung direkt auf den Mikrocontroller verlagern, geben wir Smart-Glasses-OEMs die Flexibilität, Eye Tracking in unterschiedlichste Brillendesigns zu integrieren, mit oder ohne leistungsstarken Applikationsprozessor“, erklärt Nils Berger, CEO und Gründer von Viewpointsystem.

So funktioniert die Technologie

Eye-Tracking-Systeme arbeiten bislang meist so, dass die Bilder der Augenkameras an einen zentralen Applikationsprozessor in der Brille oder an eine verbundene Recheneinheit übertragen werden. Diese Form der Verarbeitung der Bilddaten verbraucht Energie, erzeugt Wärme und erhöht die Komplexität des Gesamtsystems. Gerade bei schlanken, kompakten Brillen ist das eine besondere Herausforderung.

Das Digital Iris Modul von Viewpointsystem kombiniert zwei optimal positionierte Augenkameras und den Mikrocontroller in einer kompakten Hardwareeinheit, die im Nasensteg der Brille Platz findet. Der Mikrocontroller übernimmt die gesamte Verarbeitungskette, von der Bildvorverarbeitung über die NPU-beschleunigte Berechnung der Blickrichtung bis zur Echtzeiterkennung von Blinzeln, Fixationen und Sakkaden (schnellen Blicksprüngen). Statt Kamerabilder zu übertragen, liefert das Modul direkt nutzbare Blickdaten. Damit können Smart Glasses Aufmerksamkeit und Blickfokus in Echtzeit erfassen. Die Daten können zudem zur Untersuchung der Gehirngesundheit, kognitiver Veränderungen und neurologischer Funktionen beitragen.

Die wichtigsten Vorteile für Smart-Glasses-OEMs:

  • Weniger Stromverbrauch, längere Akkulaufzeit: Messungen zeigen eine bis zu 15-fache Akkulaufzeit im Vergleich zur Eye-Tracking-Verarbeitung auf einem verbundenen Gerät. Die geringe Wärmeentwicklung ermöglicht zudem kompaktere, komfortablere Brillendesigns.
  • Hohe Leistung direkt auf dem Chip: Der Mikrocontroller ermöglicht Eye Tracking mit 140 Hz, je nach Kundenanforderung sind bis zu 400 Hz möglich. Zudem erfasst und kombiniert er die Daten weiterer Sensoren, darunter Umgebungslicht- und Beschleunigungssensor und Magnetometer. Der Hauptprozessor bleibt für andere Aufgaben frei oder kann im Energiesparmodus bleiben.
  • Einfache Integration, mehr Designfreiheit: Das einbaufertige Digital Iris Modul vereint Hardware und Software, spart OEMs Entwicklungsaufwand und lässt sich von der Form an verschiedene Designs anpassen.
  • Datenschutz und zusätzliche KI-Funktionen: Sensible Augenbilder bleiben auf dem Chip, nur die berechneten Blickdaten werden ausgegeben. Der Mikrocontroller kann zudem weitere KI-Funktionen übernehmen.

„Viewpointsystem zeigt, dass unser Ensemble-Mikrocontroller bei geringem Stromverbrauch und auf engstem Raum anspruchsvolle Bildverarbeitung in Echtzeit ermöglicht“, sagt Mark Rootz, VP Global Marketing bei Alif Semiconductor. „Genau dafür haben wir die Ensemble-Produkte entwickelt: KI in Echtzeit direkt auf dem Chip, ohne den hohen Energiebedarf und die Wärmeentwicklung eines Applikationsprozessors.“

Die patentierte MCU-basierte Lösung ermöglicht Eye Tracking auch dort, wo bislang Platz, Energiebedarf oder Rechenleistung Grenzen setzten: in leichten KI- und AR-Brillen, Modellen ohne Display oder spezialisierten Industriebrillen.

Über Viewpointsystem

Viewpointsystem ist ein Wiener Deep-Tech-Unternehmen, das international ausgezeichnete Smart Glasses mit Eye Tracking für Industrie, Transport, Forschung und Verteidigungstraining entwickelt und produziert. Mit seiner Digital Iris® Technologie ermöglicht das Unternehmen Smart-Glasses-Herstellern, leistungsfähiges Eye-Tracking in ihre Produkte zu integrieren, und schafft so die Grundlage für eine intuitivere Interaktion zwischen Mensch und Computer. Viewpointsystem ist Mitglied des Qualcomm Partner Network und der AR Alliance.

Pressekontakt
Jana Riethausen
PR & Corporate Communications
Viewpointsystem GmbH
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j.riethausen@viewpointsystem.com