Smart Glasses kosteneffizient im Remote Support einsetzen - VPS 19
Hanseatic Power Solutions (HPS)
15/10/2020

Remote Support ist unter Anlagenbetreibern eine der gefragtesten Anwendungen. Auf die Auswahl der richtigen Lösung kommt es an, damit Smart Glasses den gewünschten ROI liefern – und keine hohen Folgekosten mit sich ziehen.

 

Von Nils Berger, Viewpointsystem

 

Die Vorteile von Remote Support liegen auf der Hand, gerade in der aktuellen Situation: Ohne reisen zu müssen, können technische Experten und Anlagenbediener auf Distanz und trotzdem effizient zusammenarbeiten, Probleme unmittelbar beheben und Maschinenstillstandzeiten verkürzen. Der Experte in der Zentrale oder im technischen Support sieht über die Kamera der Smart Glasses dasselbe wie der Techniker vor Ort und kann ihm beispielsweise im Bild genau die Maschinenteile markieren, bei denen er ansetzen soll. Dieser unmittelbare Wissenstransfer steigert die Produktivität, verbessert den Servicelevel und erhöht die Ausfallsicherheit.

Der Trend geht sogar zur Predictive Maintenance, bei der Defekte und Ausfälle im Sinne eines möglichst hohen Outputs gar nicht erst auftreten. Dies stellt hohe Anforderungen an die Maintenance der Zukunft, fordert kontinuierliche Wartung in einem globalen Produktionsumfeld und die Investition in smarte Technologien.

Bei der Entscheidung für ein System sollten praktikable, praxistaugliche und hochwertige Lösungen im Fokus stehen. Es lohnt sich, vor dem Kauf genau zu überprüfen, welche verdeckten Investitionen und möglichen Folgekosten die Smart Glasses möglicherweise mit sich bringen. Die folgenden Auswahlkriterien helfen dabei, ein effizientes Hilfsmittel für den Remote Support der Frontline zu finden.

Keine zusätzlichen Kosten

Erfordert die Lösung eine zusätzliche Infrastruktur? Sind mit dem Set-Up weitere Investitionen verbunden? Mixed Reality-basierter Remote Support geht meist mit einem hohen Programmieraufwand für die Anwendung einher, die zudem ständig aktualisiert und an neue Produkte und Situationen angepasst werden muss. Ermitteln Sie die Total Cost of Ownership über mehrere Jahre! Möglicherweise reicht im ersten Schritt eine einfache Lösung, die später erweitert wird.

Zukunftssichere Hardware

Eine Schlüsselherausforderung ist die Weiterentwicklung der Hardware. Nicht selten bringt der Hersteller schon bald ein neues Modell auf den Markt, auf das früher oder später umgestiegen werden muss. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrer Geräteserie über Jahre arbeiten können und dass notwendige Updates und Zusatz-Features darauf laufen. Damit das System zukunftssicher ist, muss es mitwachsen können und beispielsweise genügend Rechenkapazitäten für Erweiterungen und Zusatzmodule aufweisen.

Software-Aktualisierungen OTA

Auch die Software entwickelt sich kontinuierlich weiter. Häufige Updates sind notwendig, damit alles reibungslos funktioniert und auf dem neuesten Stand ist. Es lohnt sich, vor dem Kauf zu überprüfen, ob für jede Software-Aktualisierung ein manuelles bzw. sogar physisches Update vor Ort durchgeführt werden muss, was leider keine Seltenheit darstellt. Automatische Updates Over the Air (OTA) durch den Hersteller sparen ein Vielfaches an Aufwand, Zeit und Kosten. 

Skalierbares System

Wer kann schon heute genau die in ein bis zwei Jahren benötigten Lösungen und Features vorhersagen? Nicht alles ist planbar, das hat nicht zuletzt die Pandemie gezeigt. Ihr System muss daher flexibel und erweiterbar sein. Eine offene API ist sinnvoll, damit neue Anwendungen von der eigenen IT oder durch Dritte hinzugefügt und mit unternehmenseigenen Daten und Programmen verknüpft werden können.

Künftig werden sich jene Systeme besonders gut durchsetzen, die von Anfang an linear skalierbar konzipiert und gebaut werden und somit auf längere Sicht deutlich geringere Kosten bedeuten.

Und noch ein Tipp: Edge computing-basierte, aber Cloud-fähige Lösungen verschaffen Mitarbeitern und Partnern Flexibilität. Von jedem beliebigen Ort kann das Team heute wie morgen produktiv arbeiten.

 

 

    Veröffentlicht am
    17. November 2020

    von
    Nils Berger