EU fördert „Open Disruptive Innovation“-Technologie aus Österreich mit Höchstsumme - VPS 19
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12/09/2017
Viewpointsystem kombiniert Eye Tracking mit Mixed Reality
13/11/2018

Das Wiener Unternehmen Viewpointsystem erhält von der EU für seine Technologie „Digital Iris” den Zuschlag für eine Fördersumme von mehr als 2,3 Millionen Euro. Die von der Europäischen Kommission im Bereich „Open Disruptive Innovation“ vergebene Förderung hat das erklärte Ziel, wegweisende Technologienvon kleinen und mittleren Unternehmen innerhalb von zwei Jahren in konkrete Anwendungen und Produkte mit globaler Wirkung zu verwandeln. Auf diese Weise soll die europäische Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf technologische Entwicklungen wie Embedded Systems, Internet of Things und 5G gewährleistet werden. Die für Viewpointsystem bewilligte Summeist österreichweit die bislang höchste Förderung im Bereich disruptiver ICT-Technologien.

Wien, 12. April 2018. Der Name scheint Programm: „HORIZON 2020“ ist der Titel des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation (2014-2020), in dem Viewpointsystem mit einer zukunftsweisenden Technologie in der Förderschiene „KMU-Instrument“ eine bedeutende Fördersumme erhalten hat:  „Digital Iris“ verbindet Mensch und digitale Welt – in Form einer Datenbrille, die in Kombination mit Augmented Reality-Elementen eine natürliche Mensch-Maschine-Interaktion ermöglicht. Das System ist in der Lage, menschliches Verhalten in Echtzeit an den Augen abzulesen,um dann mittels Augmented Reality zur richtigen Zeit die richtige Information vor dem Auge bereit zu stellen. Menschliche Bedürfnisse und Empfindungen wie zum Beispiel die Orientierung im Raum, aber auch Stress und Ermüdung werden also über das Auge digital erkennbar. Zudem kann der Nutzer über die Augen mit den eingeblendeten Augmented-Reality-Elementen interagieren.

Das Wiener Unternehmen hat im vergangenen Jahr bereits durch sein innovatives Produkt VPS 16 auf sich aufmerksam gemacht – eine ultraleichte, lichtunempfindliche und äußerst präzise Eye-Tracking-Brille, die mit dem CES 2017 Innovation Award ausgezeichnet wurde und bereits erfolgreich in Unternehmen im Einsatz ist. Mit der „Digital Iris“-Technologie gehen die Wiener noch einen Schritt weiter und verbinden Eye-Tracking mit Augmented Reality.

Für die praktische Umsetzung dieser disruptiven Technologie stehen Viewpointsystem nun EU-Gelder von über 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Damit lässt sich das volle Potential von „Digital Iris“ entfalten. Neben der finanziellen Unterstützung kann sich die Firma über Coachings, Mentoring und Kontakte zu Investoren freuen. Zudem verspricht das Förderprogramm im Schnitt ein Umsatzsteigerungspotential von 250 Prozent sowie einen Beschäftigungs-anstieg von 122 Prozent. Insofern bedeutet die Förderung auch Wachstum für den Arbeitsmarkt Wien.

Nils Berger, CEO und Gesellschafter von Viewpointsystem: „Mit unserem patentierten Eye-Hyper-Tracking-System stellen wir als einziges Unternehmen eine Technologie bereit die unter realen Bedingungen, in einem nicht-simulierten Umfeld funktioniert. Mit der Förderung können wir die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf ein neues Level heben und sie Anwendungsbereichen wie Industrie, Mobilität, Sicherheit und Medizin zur Verfügung stellen.

Österreich als Innovationsmotor
Seit Beginn von „Horizon 2020“ im Jahr 2014 wurden über das KMU-Instrument bereits rund 3.500 Beteiligungen mit mehr als 1,4 Milliarden Euro gefördert. In Österreich waren bisher 73 Unternehmen erfolgreich, rund 30 Millionen Euro konnten so nach Österreich geholt werden. Zur erfolgreichen Antragstellung leistet die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft(FFG) als Nationale Kontaktstelle einen wichtigen Beitrag.

„Das KMU-Instrument richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit radikalen neuen Ideen“, erklärt Mag. Andrea Höglinger, Bereichsleiterin Europäische und Internationale Programme in der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. „Sie werden damit unterstützt, neue Produkte und Dienstleistungen mit disruptivem Potenzial auf den Markt zu bringen. So fördern wir die österreichische und europäische Anschlussfähigkeit im Technologiebereich und kurbeln das Wirtschaftswachstum an. Der Wettbewerb ist allerdings hart, umso zentraler sehe ich unsere Rolle, die Unternehmen gezielt zu informieren und zu beraten. Mit Erfolg, wie die zugesprochenen Förderungen zeigen. Österreichische Unternehmen spielen in der Champions League!“ Die FFG stellt als Nationale Kontaktstelle ein umfassendes Beratungs- und Informationsangebot zur Verfügung, etwa Interviewtrainings und „Proposal Checks“. Diese Maßnahmen werden von mehreren Ministerien (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung/BMBWF, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort/BMDW, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/BMVIT und weiteren) und der Wirtschaftskammer Österreich finanziert.

Der Bereich „Open Disruptive Innovation“ für innovative Hard- und Softwarelösungen ist aufgrund seines marktumwälzenden Potenzials mit sehr hohen Fördergeldern ausgestattet. Viewpointsystem konnte die internationalen Evaluatoren u.a. mit dem besonders hohen Marktpotential überzeugen. Lediglich fünf weitere Projekte aus Österreich erhielten seit Bestehen des Programms ebenfalls eine Fördersumme von über 2 Millionen Euro.

Über Viewpointsystem
Viewpointsystem verbindet das Fachwissen der Blickforschung mit zukunftsweisender Technologieentwicklung. Das Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Wien ist seit mehreren Jahren im Bereich Eye Tracking aktiv und hat bislang mehr als 500 nationale und internationale Projekte in verschiedensten Branchen umgesetzt, darunter Lebensmittel und Getränke (Felix Austria, Ferrero, Jordans Dorset Ryvita), Transport (Deutsche Bahn, Wiener Linien, ÖBB Infra, VIA Vienna International Airport) und Bauindustrie (Takenaka Corporation, Japan).  Das erste Smart-Eyewear-Produkt des Unternehmens, die VPS16, wurde mit dem renommierten CES 2017 Innovation Award als eines der Spitzenprodukte in der Kategorie „Wearables“ ausgezeichnet. Viewpointsystem hat aktuell rund 40 Mitarbeiter in den Bereichen Technology, Engineering und Business Development.

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